In die Goldenen 60er hinein...

Am 29. Juni 1952 fand das erste Kreismusikfest nach dem Kriege statt. In Bonlanden musizierten die Vereine aus Filder und Landkreis Esslingen um die Wette, „… das leider nicht so ausfiel, als wir erwarteten …“ schrieb der Chronist. Die Note „gut – sehr gut“ in der Unterstufe war ihm zu wenig. Welch ein Anspruch zu dieser Zeit! Schon ein Jahr darauf in Wolfschlugen durften die Sielminger mit „sehr gut – vorzüglich“ in der Unterstufe wieder nach Hause marschieren. Da war dann der Schriftführer Ernst Staiger zufrieden. Ein Höhepunkt war die 25 – Jahr – Feier mit Kreismusikfest, die am 19. und 20. Juni 1954 begangen wurde. Als besondere „Lustbarkeit“ wurde im Festzelt der „Reigen der Festdamen“ angeboten, etwas, von dem heute nur noch von „hören – sagen“ Kenntnis ist. Gottlob Alber, 25 Jahre Vorstand, musste in dieser Zeit aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Zu seinem Nachfolger wurde Erich Schäffer gewählt, der den Stab von 1955 bis 1969 in Händen hielt. Die Generalversammlung am 21. Januar 1956 war wohl schnell zu Ende, denn der Chronist hält fest: „Die Wahlen wikelten sich rasch ab da jeder Funkzonär sein Amt wieder annähmen mußte“. Das waren Zeiten!

Ende 1957 hatte die Kapelle 19 Aktive. Sieben Zöglinge wurden vom Dirigenten Ewald Ahner ausgebildet. Am 13. und 14. Juni 1959 standen die Feiern zum 30 – jährigen auf dem Programm. Höhepunkt: Der Besuch der Piesendorfer Trachtenkapelle aus Österreich, zu der enge freundschaftliche Kontakte geknüpft und unterhalten wurden. Ein reger Austausch hatte sich entwickelt und der Gegenbesuch war bereits am 12. bis 14. September des gleichen Jahres.

Die Kapelle 1959

Beim 30-jährigen war die Hauptsorge: „… wie passt die Uniform, die ja nach großer Überlegung gekauft wurde“. Dunkles Blau mit goldener Stickerei und eben solchem Wappen auf dem Ärmel und Litzen, die Mütze dazu. Das war für den Geschmack der Zeit recht ansprechend. Dieses Gewand wurde am 27. April 1974, also nach 25 Jahren, von einer neuen Uniform, weniger streng geschnitten, abgelöst. Graue Jacke, blau paspeliert mit Sielminger Wappen auf der Brust und dazu passender Hose sowie roter Weste und Krawatte. Rupert Pascher war inzwischen Schriftführer (seit 1957) und hielt akkurat fest, was sich im Jubiläumsjahr 1959 noch tat. So waren am 23. März Rundfunk – Aufnahmen des SDR für die Sendung  „Volksmusik ins Land hinaus“ auf dem Programm. Die Konserve ging am 17. Oktober über den Äther.

Schon seit 1955 war „Fasching“ ein Thema bei den Sielminger Vereinen. Die Gemeindehalle, 1954 mit Hilfe aller örtlichen Organisationen gebaut, bot dazu beste Gelegenheit. Gemeinsam mit DRK und AHC blieb der Fasching in der Halle bis Mitte der neunziger Jahre ein stets jährlich wieder kehrender Programmpunkt. Seine Attraktivität und deshalb Zuspruch des Publikums nahm allerdings mehr und mehr ab. Seit dem so genannten „Zweiten Golf-Krieg“ ab 17. Januar 1991, an dem alle Veranstaltungen dieser Art bundesweit abgesagt worden waren, erholte sich das Besucherinteresse nicht mehr.

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